Mieter_innen aus der Trettachzeile in Berlin-Tegel brauchen vor Gericht unsere Solidarität!

Der Kampf der Mieter_innen in der Trettachzeile 15 in Berlin-Tegel gegen die Deutsche Wohnen AG geht schon ein paar Jahre. Diesen Freitag geht er vor dem Amtsgericht Wedding in eine neue Runde.

Auch die Gebäude in der Trettachzeile haben der stadteigenen GSW gehört, bevor sie an das Börsenunternehmen verscherbelt wurden. Seit 2010 wehren sich die Mieter_innen auf dem denkmalgeschützten Gelände gegen ihren Vermieter, die rücksichtslose, profitorientierte Deutsche Wohnen AG.

Die Deutsche Wohnen AG verfolgt hier ihre übliche Strategie: sie lassen die Gebäude verfallen. Seit 2010 beschweren sich die Mieter_innen über nasse Wände und genauso lange leben sie schon mit massivem Schimmelbefall und immer wieder ausfallender Heizung in ihren Wohnungen. Eigentlich sind die Wohnungen nicht mehr bewohnbar, aber die Mieter_innen kämpfen trotzdem weiter und lassen sich nicht unterkriegen. Sie sagen: „Wir wollen uns nicht vertreiben lassen.“ Seit 2010 kommen neben der Nässe noch die überhöhten Betriebskosten dazu, mit der die Deutsche Wohnen AG auch in anderen Häusern in Berlin versucht, die Miete in die Höhe zu treiben.

Doch das Kämpfen fällt hier in der Trettachzeile besonders schwer. Ein Mitarbeiter der Deutsche Wohnen AG hat im Gespräch mit einer Mieterin zugegeben: „Wir machen das, weil ihr an die Öffentlichkeit gegangen seid. Wir werden an Euch ein Exempel statuieren“. Mietkürzungen haben mittlerweile zu Mietschulden und einer fristlosen Kündigung geführt.

Auch vor Gericht hatten die Mieter_innen bisher keine Chance. Die Richterin hat dem Paar, das am Freitag wieder

Schimmelbefall in einer Wohnung in der Trettachzeile 15 in Berlin-Tegel

vor Gericht steht, einen so ungerechten wie unmöglichen Vergleich angeboten: Sie sollen ca. 8.000 Euro Miete nachzahlen und die Wohnung rückwirkend zum März 2017 räumen. Mittlerweile hat die Deutsche Wohnen AG die Gebäude schon wieder verkauft, an die Projekt Immobilien GmbH, die auf dem Gelände Trettachzeile 15 hochpreisige Eigentumswohnungen bauen will. Dafür sollen denkmalgeschützte Gebäude abgerissen werden, in welchem u.a. der verklagte Mieter sein Gewerbe betreibt!

Am Freitag, den 26. Januar 2018 um 9:20 findet im Amtsgericht Wedding im Raum 214 der nächste Prozesstermin statt. Jetzt geht es für die Mieter_innen um alles!

Wir als Protestbündnis der Deutsche-Wohnen-Mieter_innen zeigen uns solidarisch. Wir können es der Deutsche Wohnen AG und anderen Vermietern nicht durchgehen lassen, uns aus unseren Wohnungen zu vertreiben, uns krank und arm zu machen. Zeigt auch Ihr Eure Solidarität! Kommt zum Gerichtstermin!

(Und wenn Ihr kommt: seid ein bisschen früher dort wegen der Eingangskontrollen und bringt Euren Perso mit!)

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