Aktion Mieter-Volksbegehren

Über 40.000 Berliner Mieter bei der #mietenwahnsinn – Demonstration und Start für die Unterschriften-Sammlung des Volksbegehrens

Wir waren gemeinsam mit über 40.000 anderen Berliner Mieter*innen auf der #mietenwahnsinn Demonstration und haben unsere Forderungen nach bezahlbarer Mieten in Berlin erfolgreich auf die Straße getragen. Unter dem Motto “Gemeinsam gegen Verdrängung und den Mietenwahnsinn” haben wir Mieter*innen gegen die starken Mietpreissteigerungen und die große Wohnungsnot in unserer Stadt protestiert.

Wir, der Mieter*innenprotest Deutsche Wohnen, freuen uns, dass das Thema Mieten mittlerweile nicht nur jeden Mieter in der Stadt angeht, sondern auch dazu führt, dass sich Mieter*innen in Berlin immer häufiger gegen die Miet-Preistreiber (u.a Immobilienunternehmen wie die Deutsche Wohnen, Vonovia und Akelius) wehren. Auch wenn es uns Mieter*innen Zeit und vor allem Nerven kostet, wenn wir zukünftig eine bezahlbare Mietwohnung in Berlin mieten wollen, müssen wir der seit über 10 Jahren schleichenden Mietpreisspirale etwas entgegensetzen. Jede Mieterhöhung in Berlin trägt (sicherlich in unterschiedlichem Maße) zur insgesamt dramatischen Mietpreisentwicklung in unserer Stadt bei.

Der Mieter*innenprotest Deutsche Wohnen sieht in der zentralen Vernetzung von Mieter-Initiativen und deren Mieter-Erfahrungen einen geeigneten Hebel, um sich gemeinsam und mit vereinten Kräften gegen die Maßnahmen der Deutsche Wohnen zur Wehr zu setzen. Unser Credo ist neben dem bestärkenden “Wir”-Gefühl, die Erzeugung von Synergien von Mieter zu Mieter und von Mieter-Initiative zu Mieter-Initiative.

 

Beispiele für Themen des Mieter*innenprotest Deutsche Wohnen

  • Mieterhöhung nach Modernisierung: Zusammentragen von Informationen zu unterlassenen Instandhaltungen
  • Gerichtsverfahren gegen Mieter der Deutschen Wohnen: Unterstützung von Mieter*innen die von der Deutsche Wohnen verklagt werden
  • “Smart-Home” als zukünftige wohnwertsteigernde Merkmale für kostenpflichtige Modernisierungen (Instrumente für Mietsteigerungen)
  • Fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen der Deutsche Wohnen: Klärung von Posten und Vergleich von Abrechnungen
  • Überprüfung der Effektivität von “Energetischen Modernisierung” durch die Deutsche Wohnen
  • Überprüfung von typischen Effekten nach Modernisierungen durch die Deutsche Wohnen: Schimmel, höhere Nebenkosten usw.
  • Übersicht der realen Mietpreis-Entwicklung in unseren Kiezen in Berlin: Vergleich der Mietpreisentwicklung bei der Deutsche Wohnen

Natürlich konnten wir Mieter der Deutsche Wohnen bereits kleinere Erfolge gegen die Deutsche Wohnen feiern. Trotzdem treibt uns die Erkenntnis, dass durch unsere privaten und freiwilligen Engagements die zunehmend extremen Entwicklungen in unserer Stadt nicht aufgehalten werden können. Wir beobachten seit Jahren die kontinuierliche Entwicklung in Berlin – konkret die Verdrängung von Bekannten, Freunden und auch Familienmitgliedern. Viele unserer Nachbar*innen mussten aus ihren langjährigen Mietwohnungen bereits ausziehen und haben den Druck der Mietpreisspirale nachgegeben. Andere fürchten, dass eine neuerliche Mieterhöhung sie zu einem Auszug aus ihrer Mietwohnung zwingen wird. An dieser Situation für Mieter in Berlin haben auch verschiedene Steuerungsinstrumente wie die Mietpreisbremse oder die Vorkaufsrechte zugunsten der öffentlichen Hand nichts geändert. Die Wohnungsversorgung für Haushalte mit geringen Einkommen ist in Berlin nicht hinreichend sichergestellt.

 

Wirksam oder nicht wirksam? Alternativen für Mieter in Berlin

Eine von Mieter*innen aus Berlin (auch Mitgliedern des Mieter*innenprotest Deutsche Wohnen) ins Leben gerufene Kampagne hat sich nun folgendes zum Ziel gesetzt: Überführung von Wohnungen und Grundstücken profitorientierter großer Wohnungsunternehmen in eine gemeinwirtschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts.

Die “Unzulänglichkeiten” des aktuellen Wohnungsmarktes in Berlin sollen durch eine gezielte Re-Kommunalisierung beim Wohnungsbau und bei der Bereitstellung von Wohnungen behoben werden. Die “Deutsche Wohnen & Co. enteignen”-Kampagne möchte so sicherstellen, dass sich unterschiedlichste Mieter*innen auch zukünftig Wohnraum in Berlin leisten können. Das Berlin auch noch im Jahr 2030 als vielfältige, bunte und weltoffene Stadt existiert. Eine Stadt voller Senioren, Studenten, Altenpfleger, Busfahrer, Zahnarzthelferinnen, Erzieher, Handwerker, Kunstschaffender, Lehrer, Einzelhandelskaufleute, Späti-Verkäufer und vielen Anderen mehr.

 

 

 

Deutsche Wohnen & Co. enteignen Kampagne sammelt ab sofort Unterschriften für das Volksbegehren!

Du möchtest für das Volksbegehren “Deutsche Wohnen & Co. enteignen” unterschreiben oder Unterschriften für die Einleitung des Volksbegehrens in Berlin sammeln? Hier findest du eine Übersicht verschiedener Anlaufstellen. Dort kannst du entweder Unterschriftenlisten für das Volksbegehren abholen, abgeben oder sogar beides. Für Detailinformationen klicke einfach auf die Markierungen in der Karte.

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Alle ausgefüllten Unterschriftenlisten müssen bis spätestens zum 13. Juni 2019 eingereicht werden. Wir hoffen, dass sich mithilfe des Volksbegehrens in Berlin endlich nachhaltige Veränderungen für Mieter in Berlin entstehen!

 

Euer Mieter*innenprotest Deutsche Wohnen

Programm-Tipp im TV: Mieter*innen des Mieter*innenprotest Deutsche Wohnen in der ARD

Quelle: https://programm.ard.de