Werkstatt zur Enteignung und Vergesellschaftung des Wohnens – Mieter*innenprotest Deutsche Wohnen

Weiterdenken Werkstatt: Wie geht es weiter nach der Enteignung von Deutsche Wohnen & Co. ?

Über 77.000 Berliner*innen haben im Frühjahr 2019 im Rahmen der Kampagne “Deutsche Wohnen & Co enteignen” für die Vergesellschaftung von großen Immobilienunternehmen unterschrieben. Momentan prüft der Berliner Senat die avisierte Enteignung. Politisch hart umkämpft, werden bereits zahlreiche Kampagnen gegen die Vergesellschaftung von Wohnraum initiiert. Nachhaltige alternative Lösungen für die Probleme der Berliner Mieter*innen sind dabei selten zu entdecken, stattdessen werden vielerlei Nebelkerzen gezündet, die alle darauf abzielen, die aktive Mieterbewegung in Berlin zu zerschlagen. Plötzliche PR-Selbstverpflichtungen (die natürlich jederzeit zurückgenommen werden können) und durchlässige Mietendeckel – können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wirklich wirksame Instrumente zum Schutz der Berliner Mieter*innen nur dann gefunden werden, wenn der politische Druck durch Mieter*innen, Bürger*innen und Wähler*innen konsequent bestehen bleibt.

Zahlreiche Stadt- und Mieter*inneninitiativen haben sich nun zusammengefunden, um die mögliche Vergesellschaftung des Wohnens konkret weiterzudenken: Was machen wir mit den Wohnungen, wenn sie uns gehören? In gemeinsamen Vorbereitungstreffen wurde eine Zukunftswerkstatt konzipiert, um der Frage nachzugehen, wie die Stadtgesellschaft die vakanten mehr als 200.000 Wohnungen selbst verwalten könnte. Was sind bereits gemachte Erfahrungen mit Re-Kommunalisierung? Was sind ideale Modelle gemeinschaftlicher Eigentumsverwaltung? Wie sehen zukünftige Formen des selbstverwalteten und demokratischen Zusammenlebens aus? In der Werkstatt werden von den Initiativen in einem ersten Schritt Erfahrungen der Selbstorganisierung und Geschichten des Widerstands zusammengetragen, um daraus in einem zweiten Schritt die vielfältigen Ideen für eine demokratische Mitgestaltung der Re-Kommunalisierung auszutauschen und konkrete Selbstverwaltungsmodelle für die Zukunft zu diskutieren.

Als Mit-Initiator der Werkstatt freuen wir uns auf zahlreiche Teilnahmen durch Berliner Mieter*innen!

Was? Werkstatt zur Enteignung und Vergesellschaftung des Wohnens

Wann? Sa 5.10.2019, 19:00 

Wo? HAU – Hebbel am Ufer, ehem. Post-Filiale (Hallesches Ufer 60, 10963 Berlin)

 

 

Herzliche Grüße

Euer Mieter*innenprotest Deutsche Wohnen